Es ist bekannt, dass mit der Höhe der Sauerstoffgehalt in der Luft abnimmt. Da wir ja hoch hinaus wollen, stellen sich sicher manche folgende Fragen:
- ist es hoch genug um unter der Höhenkrankheit zu leiden
- ist der Sauerstoffgehalt schon so gering um an Leistungsverlust zu leiden und deshalb nicht mehr hoch zu kommen.
Antworten darauf aus der VL Geomedizin an der Uni Salzburg im WS 2007/08:
Generell bezeichnet man Höhen von 1.500m bis 2.500m als mittlere Höhen, von 2.500m bis 5.500m als große Höhen. In der ersten Kategorie genügt eine Sofortanpassung, in der zweiten Kategorie ist bereits Akklimatisation erforderlich. Diese geschieht kurfristig auf zwei Varianten - mehr schnaufen und Bildung von mehr roten Blutkörperchen.
Bei unserer Tour kratzen wir meist nur an der 2.500m Schwellengrenze, überschreiten sie aber nur beim Anstieg auf das Stilfserjoch (2.800m). Generell kann man sagen, die Höhen sind zu gering um an der Höhenkrankheit zu leiden, doch bei schnellen Aufstiegen können bei Menschen mit schlechter Akklimatisation schon die Auswirkungen ab 1.500m zu spüren sein. Die Auswirkung von Höhenkrankheit sind: starke Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Schwächegefühl, Schwindel...
Mittlere Höhen (bis 2.500m):
- Sauerstoffsättigung noch über 90%
- Leistungsrückgang nur max. 5%
- wahrscheinlichkeit von Höhenkrankheit sehr gering
- Positive Effekte wie Atemsteigerung, Ökonomisierung des Kreislaufs
- Positive Effekte auf Blutdruck, Blutzucker, Fettstoffwechsel
Große Höhen (2.500m bis 5.500m)
- Sauerstoffsättigung sinkt deutlich unter 90%
- Leistungsrückgang wird offensichtlich;
- auf 2.500m minus 10% Maximalleistung, dann alle 1.000 Höhenmeter minus 10%
- die Höhenkrankheit tritt bevorzugt in dieser Höhe auf
Generell ist noch zu sagen, dass unsere Atmung auf Grund von Druck basiert, in den Lungen herrscht geringerer Druck und dann weiter auch in unserem Körper, so können Luftpartikel von draußen in Bereiche mit geringerem Druck strömen. Ist jedoch der Druck außen schon geringer, verringert der Körper auch den Druck innerhalb. Irgendwann aber ist dieses System immer schwieriger aufrecht zu erhalten. Das Herz muss immer mehr Energie aufwenden, die Folge: ab 5.000m nähert sich der Ruhepuls immer mehr dem Maximalpuls und man ist kaum mehr zu Leistung fähig.
Zusammenfassend:
- unter Höhenkrankheit werden wir wahrscheinlich nicht leiden
- Leistungsverlust wird in Maßen aber bestehen
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